Was ist ein Caffè Americano?
Viele verwechseln ihn mit Filterkaffee oder Lungo. Der Unterschied: Beim Americano wird ein Espresso nach dem Brühen mit heißem Wasser verlängert. So bleiben die Aromen und Öle erhalten, aber die Konsistenz wird weicher – eine Art „Espresso zum Atmen“. Während beim Lungo mehr Wasser durch das Kaffeemehl gepresst wird, wird beim Americano das Wasser nachträglich hinzugegeben. Dadurch bleibt die Crema stabil und die Säure ausgewogen.
Die Geschichte hinter dem Americano
Der Ursprung geht zurück auf den Zweiten Weltkrieg. Amerikanische Soldaten in Italien fanden den Espresso zu stark und verdünnten ihn mit heißem Wasser – ein „American Style Coffee“. Was aus einer praktischen Notlösung entstand, wurde später ein fester Bestandteil der italienischen Kaffeekultur und ist heute ein Liebling in Cafés weltweit.
Das richtige Verhältnis von Espresso und Wasser
Ein Caffè Americano lebt vom Verhältnis. Zu viel Wasser und der Geschmack verblasst – zu wenig, und es bleibt ein starker Espresso. Professionelle Baristas arbeiten nach Verhältnis statt Menge.
| Stil | Espresso | Heißes Wasser | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Klassisch Italienisch | 1 Teil | 1,5 Teile | Ausgewogen und samtig |
| Modern Barista Style | 1 Teil | 2 Teile | Klarer und leichter im Körper |
| Amerikanisch weich | 1 Teil | 3 Teile | Sanft, nahe am Filterkaffee |
| Cold Americano | 1 Teil Espresso + Eis | 2 Teile kaltes Wasser | Erfrischend mit zarter Crema |
So bereiten Sie den Caffè Americano richtig zu
Espresso brühen:
Nutzen Sie eine Siebträgermaschine oder AeroPress mit Espressomahlung. Die Extraktionszeit sollte 25–30 Sekunden betragen.
Wasser erhitzen:
Temperatur zwischen 85 und 92 °C – nicht kochend, sonst verliert der Kaffee seine Balance.
Servieren:
In einer vorgewärmten Tasse mit dicker Wand, um Temperaturverlust zu vermeiden.
Die richtige Bohne macht den Unterschied
Ein Americano funktioniert nur mit einem Espresso, der Stand hält. Zu helle Röstungen wirken schnell sauer, zu dunkle werden bitter. Coffee Concelia empfiehlt Espressi mit mittlerer Röstung und hohem Arabica-Anteil – vollmundig, mit feiner Crema und harmonischem Körper. So bleibt die Tasse auch nach der Verdünnung ausgewogen und aromatisch.
Americano, Lungo oder Long Black?
Viele verwechseln diese Kaffees – dabei unterscheiden sie sich deutlich in Methode und Geschmack.
| Getränk | Zubereitung | Geschmack | Crema & Textur |
|---|---|---|---|
| Caffè Americano | Espresso + heißes Wasser (1:2) | Mild, rund | Dünne Crema, weich |
| Lungo | Länger extrahierter Espresso | Kräftig, leicht bitter | Dichte Crema, intensiv |
| Long Black | Wasser + Espresso (darüber gegossen) | Aromatisch mit kräftigem Aroma | Crema bleibt intakt |
| Filterkaffee | Gefiltert ohne Druck | Klar, leicht säuerlich | Keine Crema |
Diese feinen Unterschiede entscheiden, ob eine Tasse „amerikanisch weich“ oder „barista-präzise“ schmeckt.
Barista-Tipps für den perfekten Americano
Verwenden Sie gefiltertes oder weiches Wasser – Chlor oder Kalk verfälschen das Aroma.
Nie kochendes Wasser nutzen. Ab 94 °C verlieren die Aromen ihre Balance.
Mischungen mit 60–80 % Arabica-Anteil sorgen für Balance, Robusta gibt Körper.
Eine konstante Mahlgröße ist entscheidend für die gleichmäßige Extraktion.
Einen doppelten Espresso über Eis gießen und mit kaltem Wasser auffüllen – ideal für den Sommer.
Häufig gestellte Fragen
Fazit
Der Caffè Americano ist ein Beispiel dafür, wie Tradition und Anpassung in einer Tasse zusammenfinden. Er ist der perfekte Kaffee für alle, die Espresso lieben, aber mehr Raum für Aroma und Leichtigkeit suchen. Mit präziser Zubereitung, dem richtigen Verhältnis und einer Espresso-Röstung wie den Sorten von Coffee Concelia entsteht ein Kaffee, der zeigt, dass Schlichtheit höchste Kunst sein kann.